Beim Autofahren, Joggen, Kochen oder Gassi gehen – Podcasts gehören für viele von uns zur täglichen Routine.
Sind Begleiter in Situationen, in denen wir zwar aktiv sind, aber parallel offenbar trotzdem so aufnahmefähig, dass das Gehörte einen bleibenden Eindruck hinterlassen kann.

„Nebenher“ Podcast hören – was bleibt dabei hängen?

Wie gut die Kombination aus Aktivität und Zuhören tatsächlich funktioniert, das hat die BBC in der neurowissenschaftlichen Studie „AUDIO:ACTIVATED“ untersucht. Ermittelt werden sollte, ob und wie gut Audio-Werbebotschaften aufgenommen werden, wenn die Zuhörenden sich nicht ausschließlich mit dem Hören beschäftigen, sondern währenddessen anderen Tätigkeiten, wie zum Beispiel Sport oder Hausarbeiten, nachgehen.

Im Rahmen der Studie wurden unter Laborbedingungen Messungen mit Podcast-Hörern aus New York, Singapur, München und Melbourne durchgeführt. Mit einem spannenden Ergebnis: Bei den Probanden, die während des Hörens aktiv waren, wurde ein stärkeres Engagement mit dem Inhalt, und dazu zählen auch Markenbotschaften, festgestellt.

In Zahlen:

0%
bessere Verhaftung im Langzeitgedächtnis
0%
besseres kognitives Engagement
0%
stärkere emotionale Intensität

Woran liegt das?

Das Zauberwort heißt „Low involvement processing“. Die parallele Aktivität sorgt dafür, dass das Gehirn den Podcast anders, in einer „energiesparenden“ Form, verarbeitet. Das hat unter anderem zur Folge, dass wir Werbebotschaften weniger stark prüfen und zu widerlegen versuchen. Mit dem Ergebnis, dass sie eher überzeugen. Die bewusste Ablaufsteuerung unseres Gehirns ist mit der Durchführung der Aktivität beschäftigt, der kritische Verstand tritt zurück und erleichtert so die Aufnahme des Contents.

Die Studie hat auch ergeben, dass die Probanden, die aktiv waren, während sie einen Podcast hörten, länger „am Ball“ blieben: Das kognitive Engagement der inaktiven Gruppe ließ während des Podcasthörens merklich nach und war für jede der sieben Markenerwähnungen im Podcast auf einem niedrigeren Level als das der aktiven Gruppe.

Fazit: Aktiv-Sein unterstützt das Zuhören

Und das kommt sowohl Podcast-Hörern als auch Werbetreibenden entgegen: Wir sind in unserem Alltag ständig beschäftigt. Die Zeit, die wir uns ausschließlich auf eine Tätigkeit konzentrieren können, wird immer weniger. Das Hören von Podcasts ermöglicht es uns, (langformatigen) Content zu konsumieren, in Zeitfenstern, die uns früher, sprich vor der Podcast-Ära, nicht für den Medienkonsum zur Verfügung standen.

Für Werbetreibende bedeutet das Ergebnis der Studie also erstens, dass ihre Botschaften nachhaltiger ankommen und zweitens, dass Konsumenten durch Podcasts zu Zeiten mit Werbung erreicht werden können, die zuvor „werbefrei“ waren.

Grund genug, das mal auszuprobieren, oder? 🙂

Falls Du Fragen hast zum Thema Podcast-Werbung oder schon direkt Lust, damit zu starten, dann lass‘ uns sprechen: wir erklären Dir gerne alles ganz genau und erstellen dir auch gerne ein Angebot nach Deinen Targeting – und Reichweitenwünschen.

Quellen: